Fördergrundsätze

Alle Fördergrundsätze finden Sie zusammengefasst in diesem Dokument zum Downloaden.

Antragsteller*innen

Antragsberechtigt sind die Rechtsträger nachfolgender Kultureinrichtungen:
a) Heimatmuseen, private Museen, Ausstellungshäuser und öffentlich zugängliche
Gedenkstätten
b) Theater, künstlerische Produktionsorte, Festspielhäuser, auch Festivals
c) Musikaufführungsstätten und Musikclubs, auch Festivals,
d) Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren
e) Kleinkunstbühnen und Varieté-Theater
f) Zirkusse
g) Sonstige Kultureinrichtungen
Kinospielstätten werden in einem separaten Förderprogramm berücksichtigt.

Antragsberechtigt sind rechtsfähige juristische Personen und Personengesellschaften mit
Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, die eine ordnungsgemäße
Geschäftsführung gewährleisten können und in der Lage sind, die Verwendung der
Fördermittel bestimmungsgemäß nachzuweisen und deren Tätigkeit in den letzten zwei
Jahren einen kulturellen Schwerpunkt entsprechend oben genannter Sparten hatte.
Antragsberechtigt sind auch Träger, die ihre Veranstaltungen dezentral durchführen.

Die Gelder kommen kulturellen Einrichtungen zugute, deren regelmäßiger Betrieb nicht
überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird, sowie soziokulturellen Zentren.
Hierbei wird auf die kontinuierliche Grundfinanzierung der Einrichtungen abgestellt; nicht
dauerhafte öffentliche Projektförderungen bleiben unberücksichtigt.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden investive Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen von
Kultureinrichtungen (ortsfeste und kulturelle Träger mit dezentralen Aktivitäten) sowie im
Rahmen von Festivals und anderen kulturellen Veranstaltungen, die zur nachhaltigen
Reduktion von Ansteckungsgefahren (insbesondere mit dem SARS-CoV-2-Virus) in deren
öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereichen erforderlich sind, sowie projektbezogene
Personal- und Sachausgaben.

Die Förderung ist wirtschaftlich und sparsam zu verwenden.


Förderfähig ist:

  • Einbau von Schutzvorrichtungen (z.B. Schutzscheiben an Kassen, Garderoben,
  • Proberäumen, Arbeitsplätzen usw.)
  • Optimierung der Besuchersteuerung vor und in der Einrichtung. Dazu zählen
    beispielweise die Umstrukturierung von Einlasskontrollen und der Wegeführung bzw. Personenleitsysteme wie auch ggf. der Umbau, die Erweiterung oder der Ersatz von Ausstattungsgegenständen, z.B. fester Bestuhlungen und Bühnen
  • Erstellung und Veröffentlichung von Hinweisen v.a. für Besucher vor und in der
  • Einrichtung (z.B. Informationen, Aushänge, Beschilderungen und sonstige Visualisierungen
  • Anschaffung von Technik und Ausstattung für Open-Air-Veranstaltungen und dezentralen Einsatz, mobile Formate
  • Maßnahmen zum Ausbau der eigenen IT-Infrastruktur (z.B. Telefon- und Videokonferenz-Technik; Laptops und sichere Internet-Lösungen für „Mobiles Arbeiten“)
  • Technische und sonstige Ausstattung und Anwendungen einschließlich Programmierung (z.B. bargeldlose Kassensysteme, Online-Ticketing-Systeme ggf. mit Termin-/Platzvergabe-Tool, Lautsprecher-Anlagen, digitale Präsentations-, Veranstaltungs- und Bühnentechnik, Audioguides, App-Techniken, marktunabhängige Streamingdienste)
  • Beschaffung von Reinigungs- und Infektionsschutzausstattung inkl. Bedarf an Desinfektionsmitteln, Einweg-Handschuhen und Mund-Nasen-Bedeckungen
  • Modernisierung und Einbau von sanitären Einrichtungen
  • Klima- bzw. Belüftungssysteme inkl. entsprechender Filteranlagen
  • Pandemiebedingt notwendige Erweiterung oder Veränderung der Nutzflächen für Publikum, Künstler und Verwaltung/Organisation

Nicht förderfähig ist:

  • Die Förderung nicht projektbezogener, d.h. laufender und anderweitiger Personal- undSachkosten, sowie die Förderung von Baumaßnahmen, von Immobilienerwerb und von Folgekosten sind ausgeschlossen.
  • Die Förderung bereits getätigter oder beauftragter Investitionen ist nicht zulässig.

Hinweise für geförderte Maßnahmen

Die Maßnahmen sollen sich an einem innerbetrieblichen Hygienekonzept sowie ggf. an einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Gesundheitsministerien und -ämter o.a. orientieren.

Bei den Maßnahmen ist die barrierefreie Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung soweit wie möglich sicherzustellen.
Zur Umsetzung der Maßnahmen sind ökologisch sinnvolle Möglichkeiten zu wählen (wiederverwendbare Materialien und Ausstattung, möglichst geringer Energie- und Ressourcenverbrauch, nachhaltige Veranstaltungen und Mobilitätskonzepte etc.), diemöglichst auch dazu beitragen sollen, den ökologischen Fußabdruck beim Antragsteller zu verbessern.

Finanzierung

  • Es sollen mindestens 10% an Eigen- und/oder Drittmitteln eingebracht werden. In begründeten Ausnahmefällen kann hiervon abgewichen werden.
  • Der Eigenanteil kann durch zweckgebundene Zuwendungen Dritter (auch Sponsoring, Spenden) und durch Eigenmittel erbracht werden. Hierzu zählen auch Einnahmen aus allen Formen von Bezahlangeboten und Teilnehmergebühren.
  • Bundesmittel können in einer Höhe von 5.000 Euro bis 100.000 Euro pro Kultureinrichtung bzw. -akteur bewilligt werden. Ausnahmen sind in begründeten Einzelfällen möglich.
  • Pro Kultureinrichtung wird maximal eine Zuwendung aus diesem Programmteil gewährt.
  • Aufstockungsanträge sind grundsätzlich ausgeschlossen.
  • Die nach § 15 des UStG als Vorsteuer abziehbare Umsatzsteuer ist nicht zuwendungsfähig.
  • Die Bundesmittel stehen nur einmalig zur Verfügung. Aus einer Förderung erwächst kein Anspruch auf etwaige weitere Förderungen.
  • Die Auszahlung der Mittel richtet sich nach den geltenden haushaltsrechtlichen Bestimmungen. Die Zuwendung darf nur auf Anforderung ausgezahlt und nur insoweit und nicht eher angefordert werden, als sie alsbald, d.h. innerhalb von sechs Wochen nach der Auszahlung, für fällige Zahlungen benötigt wird.