Formate

Zirkus gestaltet Vielfalt fördert 9 unterschiedliche Formate.
Hier finden Sie eine genaue Beschreibung.
Im Downloadbereich können Sie die Musterkalkulationen zu den Formaten runterladen.

  1. Einladung zum Zirkus
    Eine Zirkusaufführung, am besten von Gleichaltrigen, macht auf die Bewegungskunst Zirkus aufmerksam.
    Eine Einrichtung gestaltet einen zweistündigen Mitmachzirkus genau dort, wo wir am besten Kinder und Jugendliche abholen können: in der Schule, in ihrem Stadtteil, im Kinder- und Jugendhaus, in der Unterkunft für Geflüchtete.
    Das Ziel besteht darin, auf weitere Zirkusangebote aufmerksam zu machen.
    Ein Bündnis gestaltet hierzu im jeweiligen Quartier/Region bis zu sechs Einheiten.
    Muster: 48 Teilnehmer*innen (Mindestteilnehmer\innenzahl 30) / 4 Zeitstunden (à 60 Minuten) / einmalig / Zielgruppe 6 – 10-Jährige, 10 – 14-Jährige, 14 – 18-Jährige oder altersübergreifend

  2. Zirkus spielen
    „Zirkus spielen“ richtet sich an vier- bis elfjährige Kinder in der Kita oder dem Hort.
    Die Gruppengröße beträgt zwölf Kinder. An zehn Terminen können die Kinder an einem Angebot teilnehmen, das zusätzlich zu dem normalen Kita- und Hortangebot gemacht wird.
    Das Angebot findet möglichst in den Räumen eines sozialräumlichen Partners, eines Zirkusprojektes oder auch in den Räumen der Kita oder des Hortes statt.
    Es findet als zusätzliches Angebot statt und ersetzt nicht das reguläre Kitaangebot.
    Jeweils eineinhalb Stunden lang werden die Kinder "Zirkus spielen", dabei kleine Kunststücke lernen und eine Aufführung für die Kinder ihrer Kita oder ihres Hortes vorbereiten.
    Muster: 12 Teilnehmer*innen (Mindestteilnehmerzahl 8) / 10 Einheiten / à 1,5 Zeitstunden (à 60 Minuten) / Zielgruppe 4 – 6-Jährige, 6 – 10-Jährige oder altersübergreifend

  3. Zirkuskurs
    Der Zirkuskurs ist das klassische Angebot eines Zirkusprojekts oder der Einrichtung in der außerschulischen kulturellen Jugendbildung. Kinder und Jugendliche kommen wöchentlich zu einem festen Termin für zwei Stunden zusammen.
    Die Bildungsmaßnahme findet beim Zirkusträger oder beim weiteren Bündnispartner statt, umfasst 20 Wochen und schließt mit einer großen Galavorstellung ab, bei der jeder junge Mensch seine Fähigkeiten in der Gemeinschaft darstellen kann.
    Muster: 16 Teilnehmer*innen (Mindestteilnehmerzahl 12) / 20 Einheiten / à 2 Zeitstunden (à 60 Minuten) / Zielgruppe 6 – 10-Jährige, 10 – 14-Jährige, 14 – 18-Jährige oder altersübergreifend

  4. Zirkustage ohne Übernachtung
    Die Bündnisse bieten fünf Zirkustage mit je sechs Stunden Training mit 16 jungen Menschen an, z.B. können in den Ferien dabei die unterschiedlichen Zirkusdisziplinen ausprobiert werden.
    Ein Mittag- und Abendessen ist eingeschlossen.
    Nach intensivem gemeinsamen Training und der Gestaltung von Zirkusnummern steht am Ende ein Zirkusauftritt, vielleicht sogar im Zirkuszelt.
    Muster: 16 Teilnehmer*innen (Mindestteilnehmerzahl 12) / 5 Tage / à 6 Zeitstunden (à 60 Minuten) / Zielgruppe 6 – 10-Jährige, 10 – 14-Jährige, 14 – 18-Jährige oder übergreifend

  5. Zirkustage mit Übernachtung
    Die Bündnisse bieten sechs Zirkustage mit je zehn Stunden Programm (sechs Stunden Zirkustraining und vier Stunden erlebnispädagogisches Rahmenprogramm) mit 16 jungen Menschen an.
    Dabei können in den Ferien die unterschiedlichen Zirkusdisziplinen ausprobiert werden.
    Nach intensivem gemeinsamen Training und der Gestaltung von Zirkusnummern steht am Ende ein Zirkusauftritt, vielleicht sogar im Zirkuszelt.
    Hinzu kommt das große Abenteuer des miteinander Lebens, die Übernachtung. Die Vollverpflegung ist ebenfalls eingeschlossen.
    Die Teilnehmer*innen sind beim Zubereiten der Mahlzeiten unterstützend tätig (Tischdecken, Abräumen etc.) Wenn Zirkuszelt und Zirkuswagen vorhanden sind (Empfehlung ist hierbei eigene Räume, Zelte und Wägen zu benutzen um hohe Mietausgaben zu vermeiden), werden diese genutzt.
    Am Ende steht ein gemeinsamer Zirkusauftritt vor großem Publikum.
    Muster: 16 Teilnehmer*innen (Mindestteilnehmerzahl 12) / 6 Tage / à 10 Zeitstunden (à 60 Minuten) / Zielgruppe 6 – 10-Jährige, 10 – 14-Jährige, 14 – 18-Jährige oder altersübergreifend

  6. Zirkusworkshops
    Das Format Zirkusworkshop richtet sich an zwei unterschiedliche Zielgruppen.
    Die erste Zielgruppe sind hierbei junge Künstler, die eine besondere Förderung brauchen, wenn bei Ihnen besondere Talente zum Vorschein kommen.
    Gerade für benachteiligte Kinder und Jugendliche ist es wichtig ein Angebot für Fortgeschrittene zu haben, das Ihnen ermöglicht bei einer intensiven Trainingssituation mit einem höheren Personalschlüssel von reinen Fachkräften (Personalschlüssel 1:3) vorhandene Kenntnisse zu vertiefen um eine besondere Anerkennung zu erlangen.
    Jedes Talent mit den unterschiedlichsten Disziplinen der Jonglage, Akrobatik, Äquilibristik, Luftartistik und Darstellung benötigt hierzu nachhaltige Workshops um zum Erfolg zu kommen.
    Bei diesem Format ist kein Auftritt/Abschlussveranstaltung vorgesehen.
    Eine zweite Zielgruppe sind hierbei junge Menschen mit geringen Fähigkeiten, zum Beispiel im motorischen Bereich, welche hierdurch eine intensivere Betreuung benötigen.
    Muster: 12 Teilnehmer*innen (Mindestteilnehmerzahl 8) / 2 Tage / à 6 Zeitstunden (a 60 Minuten) / Zielgruppe 6 – 10-Jährige, 10 – 14-Jährige, 14 – 18-Jährige oder übergreifend

  7. Qualifizierung für Ehrenamtliche
    Um Ehrenamtliche zu mobilisieren und zu qualifizieren, sind die lokalen Bündnisse eingeladen, Qualifizierung für Ehrenamtliche zu organisieren.
    Dabei kann ein Antragsteller eines lokalen Bündnisses auch für mehrere lokale Bündnisse eine Qualifizierung für Ehrenamtliche anbieten.
    Es dürfen dabei nur Ehrenamtliche teilnehmen die auch in einem Bündnis aktiv sind.
    Eine Qualifizierung ist für zwei Tage à sechs Stunden geplant. Um intensiv und individuell arbeiten zu können, sollte die Gruppengröße acht Teilnehmer*innen nicht überschreiten.
    Die Angebote können sich an eine spezielle Zielgruppe richten (z. Bsp. nur Eltern oder nur Jugendliche) oder für alle ehrenamtlichen Helfer*innen ausgeschrieben sein.
    Ziel dieser Qualifizierung ist es, Ehrenamtliche in ihrer Arbeit zu unterstützen, zu qualifizieren und wertzuschätzen.
    Muster: 8 Teilnehmer*Innen (Mindestteilnehmerzahl 6) / 2 Tage / à 6 Zeitstunden (à 60 Minuten) / Zielgruppe ab 14 Jahren

  8. Regionale Zirkustreffen
    Um lokale Bündnisse zu mobilisieren und den Erfahrungsaustausch sicherzustellen, sind jährlich vier zweitägige regionale Zirkustreffen geplant.
    Die Treffen finden an Wochenenden statt, dabei ist täglich sechs Stunden Programm vorgesehen.
    Zielgruppe sind bildungsbenachteiligte Jugendliche sowie Ehrenamtliche aus den Bündnissen und Projekten.
    Inhaltlich stehen Erfahrungsaustausch, Qualitätssicherung, Best-Practice Beispiele sowie partnerschaftliche Beratung im Vordergrund.
    Es wird jedoch auch immer einen thematischen Schwerpunkt mit einem inhaltlichen Input und Praxisworkshops geben.
    Themen können spezifische zirkuspädagogische Inhalte sein wie Zirkus und Sprache, Zirkus mit Geflüchteten, Inklusion oder interkulturelles Lernen.
    Es wird zudem auch regionale Treffen zu programmspezifischen Inhalten geben u.a. zielgruppensensible Öffentlichkeitsarbeit, Gelingensbedingungen kultureller Bildung, Mobilisierung von Ehrenamtlichen, Nachhaltigkeit der Bündnisse etc.
    Muster: 36 Teilnehmer*Innen (Mindestteilnehmerzahl 24) / 2 Tage / à 6 Zeitstunden (à 60 Minuten) / Zielgruppe ab 14 Jahren

  9. Bundesweite Zirkustreffen
    Zur Qualitätssicherung und für den fachlichen und praktischen Austausch ist einmal jährlich ein bundesweites Programmtreffen für Bündnisse aller Regionen vorgesehen.
    Die Treffen finden in den Ferien oder an einem verlängerten Wochenende statt.
    Vorgesehen sind täglich sechs Stunden Programm.
    Schwerpunkte sind: Darstellung von Best-practice-Beispielen, Qualitätssicherung, Erfahrungsaustausch und die Entwicklung von Strategien, wie die Zielgruppe langfristig durch Zirkusprojekte erreicht werden kann.
    Das Ziel dabei ist, die lokalen Zirkusprojekte auch ohne das Förderprogramm von „Kultur macht stark“ in den lokalen Bündnissen zu verstetigen.
    Muster: 72 Teilnehmer*Innen (Mindestteilnehmerzahl 48) / 4 Tage / à 6 Zeitstunden (à 60 Minuten) / Zielgruppe ab 14 Jahren

Anmerkungen zu den Formaten:

Folgende Grundzirkusdisziplinen können Inhalt der Formate sein:

  • Jonglage – Handgeschicklichkeiten mit Tüchern, Bällen, Keulen, Ringen, Diabolo, Tellern, etc.
  • Äquilibristik – Schulung des Gleichgewichtsinns mit der Laufkugel, dem Rola-Bola, Einrad, Handstand, Straffseil, Schlappseil, etc.
  • Akrobatik – die Arbeit mit dem eigenen und fremden Körper über Partnerakrobatik, Bodenakrobatik, dynamischer Akrobatik, etc.
  • Luftartistik – die Arbeit am Trapez, Vertikaltuch, Vertikalseil, Luftring, etc.
  • Darstellung – das Erlernte zu einer Nummer formen über Tanz, Theater, Musik, Rhythmus, etc.

Die Zirkusdisziplinen können auch durch Inhalte aus anderen kulturellen Sparten (HipHop, Pacour, Musical etc.) ergänzt werden. Zirkus ist offen für neue künstlerische Ideen.